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Authors:
Belinda & Patrick Peck
Bob Dow
Benka Pulko
Dale Thornton
David Sheppard
Edward Unruh
Frank Tabor
Jason Homewood
Jacques Klopper
Joe Barker
John Clarke
Kenny Wickstrom
     Lorne & Cindy
Punky and Lews
Roger Hogg
Ralf & Eva
Simon Milward
Tim Hendrickson




 

 Motorcycle travel story by Ralf & Eva


Bogota, Kolumbien - 11. Mai 1999

Ja, heute geht es endlich weiter, nachdem wir nun einen guten Monat unfreiwillig, bei Ruben in Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens, verbracht haben. Angefangen hat alles mit den komplizierten Zollformalit�ten am Flughafen, wo wir gl�cklicherweise zwei brasilianische Motorradfahrer deutscher Herkunft kennen lernen. Paolo und Ingo sind bei der Zollabfertigung sehr engagiert und vereinfachen uns durch ihre spanisch-portugiesischen Sprachkenntnisse diese zweit�gige Prozedur ungemein. Sie laden uns zu Ruben, dem Besitzer eines Outdoorladens ein, der vor kurzem, ebenso wie Paolo und Ingo mit dem Motorrad in Feuerland war. Am n�chsten Tag besuchen wir sie und sehen uns in Rubens Laden Montana einen Diavortrag �ber seine Reise nach Tierra del Fuego, unserem fernen Ziel, an.


Spontan l�dt er uns zu sich ein, er wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass wir etwas l�nger bleiben mussten. Am Wochenende unternehmen wir gemeinsam mit einigen Motorradfahrern einen Ausflug nach Villa de Leyva. Auf dieser sch�nen Tour springt der Kilometerz�hler von Ralfs T�n�r� wieder auf "Null", eine gute Leistung. Leider kracht es im Motor meiner T�n�r�. Zum Gl�ck auf dem R�ckweg und kurz vor Rubens Haus. Wir lassen das Motorrad �ber Nacht bei einem Freund stehen und k�mmern uns am n�chsten Morgen um das Problem. Beim Yamaha H�ndler �ffnen sie den Motor und es stellt sich heraus, dass die Hauptgetriebewelle "einfach" durchgebrochen ist. Alle Beteiligten staunen nicht schlecht als sie das sehen.
Ersatzteile gibt es in Kolumbien nicht, daf�r will man uns welche drehen, was aber letztendlich fast genau so teuer gewesen w�re wie die Ersatzteile aus Deutschland zu ordern. Unser Freund Dirk Erker (Do It) besorgt die Teile und schickt sie mit DHL unverz�glich nach Bogota. Nat�rlich gab er einen geringeren Wert an, damit wir nicht so viel Einfuhrzoll, immerhin 30%, zahlen m�ssen. Es waren nun 3 Wochen vergangen in denen wir uns an die H�he von 2.600 m und das ruhige Leben in Rubens Haus gew�hnt haben.
Meine T�n�r� sollte nun endlich fertig sein, wie versprochen m�ssen wir nichts, au�er dem neuen �lfilter, bei Incolmotos, bezahlen. Ein wirklich zuvorkommender und nicht selbstverst�ndlicher Kundenservice von Yamaha f�r 13 Jahre alte T�n�r�s.
So haben wir, durch dieses Missgeschick, enorme positive Erfahrungen in Bogota sammeln d�rfen, die wir niemals vergessen werden! Rubens Haus stand uns die ganzen 4 Wochen zur freien Verf�gung, wo erlebt man so etwas schon noch? Der Abschied f�llt nach dem gemeinsamen Essen mit Rubens Eltern zum Muttertag besonders schwer, aber Feuerland ruft uns.

Laguna Quilotoa, Ecuador - 28. Mai 1999

Wir verlassen Quito auf einer autobahn�hnlichen Umgehungsstra�e, doch als wir auf der Panamericana sind, wird diese schlagartig schlechter. Es reiht sich Schlagloch an Schlagloch, allerdings wollen wir der ber�hmten Stra�e sowieso nicht lange folgen und so nehmen wir, wie so oft, eine der kleinen Nebentrassen ins Visier. Nat�rlich nicht ohne vorher vollgetankt zu haben. Auf Kopfsteinpflaster schl�ngeln wir uns durch die kleinen D�rfer und Eukalyptusw�lder. Die umliegenden Vulkane k�nnen wir hinter Wolken leider nur erahnen, doch wir sind schon froh, dass es nicht regnet, denn der nun zur Erdpiste gewordene Weg w�re ungleich schwieriger zu befahren. Wir erklimmen die sanft geschwungenen Berge und haben von hier oben eine beeindruckende Aussicht auf die wolkenverhangenen T�ler der Anden. Die Pf�tzen, Wassergr�ben und Erdrutsche zeigen an, dass es hier vor nicht allzu langer Zeit st�rker geregnet haben muss. Hinter Chugchilan kommen uns zwei Autos und einige Indigenas entgegen. Sie winken aufgeregt und machen uns begreiflich, dass es "da hinten" nicht mehr weitergehe. Ich habe keine Lust die 150 Kilometer wieder zur�ckzufahren und so wollen wir uns erst mal anschauen, was es denn da so gibt. Tats�chlich stehen wir vor einem nicht zu untersch�tzendem Hindernis: Ein Erdrutsch hat die komplette Stra�e blockiert und teilweise weggerissen. Der erste Eindruck ist nicht so klasse und wir tendieren zum Umkehren. Wir stellen die T�n�r�s an den Pistenrand um die Lage n�her zu betrachten. Der Erdrutsch ist noch ganz frisch und besteht zum gr��ten Teil aus weichen Erdbrocken, also beginnen wir nach kurzem Abw�gen einen Pfad f�r die Motorr�der zu schaffen. Wir bef�rdern die gro�en Brocken in die Schlucht und ebnen uns somit einen schmalen Weg �ber die Lawine. Als wir das erste Motorrad hin�berbugsieren wollen, bleibe ich mit meiner T�n�r� direkt im Schlamm h�ngen, zu steil geht es dort hinauf. Eva schiebt von hinten und bekommt die volle Ladung einer Schlammfont�ne mit. Wie bestellt tauchen pl�tzlich einige M�nner auf und packen sofort mit an, mit dieser Hilfe haben wir das Hindernis bald hinter uns. Mit Evas T�n�r� grabe ich mich noch tiefer ein, doch Eva und die M�nner geben ihr bestes, ziehen und dr�cken mich wieder heraus, geschafft! Auf der anderen Seite kommt gerade ein Bus an, der wird wohl noch etwas l�nger warten m�ssen. Wir sind froh, dieses Problem gemeistert zu haben und bedanken uns bei den netten und hilfsbereiten Indigenas.
Wir erreichen noch unser Tagesziel, die Laguna Quilotoa. Hier befinden wir uns auf 3.800 m und es weht ein heftiger eiskalter Wind, der auch noch Schnee mit sich bringt. Von weitem k�nnen wir schon den Ort erkennen, der aus 5 H�usern besteht, in dem wir auch eine Unterkunft f�r uns finden. Die Motorr�der schieben wir mit in unseren �bernachtungsraum, neben die Strohbetten. Humberto, unser Gastgeber ist zudem noch K�nstler und stellt sch�ne Masken und kleine Bilder her, die hin und wieder in die H�nde kaufkr�ftiger Touristen gelangen. Nat�rlich k�nnen auch wir nicht widerstehen und legen einige Sucres extra auf den Tisch. Mit den drei Kleinkindern und der Frau unseres Gastgebers schl�rfen wir dann in der simplen aber warmen K�che eine hei�e Suppe. Nach dem Essen wird dann das Hausschwein gef�ttert, welches schon hungrig vor der T�r quiekt. Das Angebot der drei Kanadier, die im Nebenhaus untergekommen sind, sich an ihren Kamin aufzuw�rmen, k�nnen wir nicht ausschlagen und so haben wir am Abend noch etwas nette Gesellschaft. Doch die Nacht verbringen wir in unserer H�tte neben unseren lieben T�n�r�s.

Salar de Uyuni, Bolivien - 07. August 1999

Es geht immer weiter s�dlich durch die unendliche Weite auf der Routa 40 in der patagonischen Pampa. Die Schotterpiste ist gar nicht so schlecht, dennoch m�ssen wir st�ndig aufpassen in der richtigen Spur zu bleiben. Der stetig b�ig st�rmende Wind erschwert allerdings unser Unterfangen ungemein. In Rio Onie, einer Ruine, finden wir etwas Schutz vor dem Wind und kontrollieren den �lstand an unseren T�n�r�s. Hier entschlie�en wir uns noch bis Tres Lagos zu fahren, falls wir die restlichen 300 Kilometer Piste noch schaffen sollten. Doch nichts kann uns aufhalten. Immer wieder peitscht der Wind neue Wolken von den Anden her�ber, die sich in Form von Schnee und Hagel �ber uns ergie�en. Die Sonne ist den ganzen Tag nicht zu sehen. Es macht uns keine gro�e Freude die Kilometer so runterzuspulen, aber wir k�nnen dieser trostlosen Landschaft nicht viel abgewinnen. Hin und wieder weist ein knorriges Schild zu einer einsamen Estancia. Wie es diese Menschen in dieser kargen Gegend nur so aushalten geht mir so manches mal durch den Kopf. Wir h�tten gerne mal einen Abstecher zu einer Estancia unternommen, aber das Wetter treibt uns weiter, denn uns ist ziemlich ungem�tlich zumute.
Nur noch einmal halten wir an, da Eva Magenschmerzen von ihrem Antibiotikum bekommen hat. W�hrend wir an den �pfeln nagen, wirft eine Windb�e fast die Motorr�der um, schleunigst fahren wir weiter. Die Gegend ist so unwirtlich, ja auf uns wirkt sie sogar ausladend. Dazu noch die Piste, welche uns so richtig durchr�ttelt und der nervenaufreibende Wind. Wir wollen einfach nur noch weg!
Tats�chlich erreichen wir gegen 18.00 Uhr, durchger�ttelt und verfroren unser Ziel. Die Tankstelle in Tres Lagos. Vollgetankt finden wir sogar einen kleinen Campingplatz, auf dem wir es uns, in windgesch�tzter Umgebung, gleich gem�tlich machen. Na ja, was hei�t hier gem�tlich? Wir verziehen uns auf die Toiletten, wo sich sogar eine Heizung befindet. Nach einiger Zeit bekommen wir diese sogar in Gang und tauen unsere Knochen auf. Unser einfaches aber wohlschmeckendes und hei�es S�ppchen bereiten wir hungrig auf dem Kocher zu.

Coyhaique, Chile - 28. November 1999

Das Wetter ist heute Morgen besser und wir sind froh, dass es nicht regnet. Unsere Fahrt f�hrt uns an den Fjorden entlang, bis es ostw�rts in die Berge geht. Obwohl auf Schotter unterwegs, macht es mir richtig Spa� zu fahren, da die Landschaft so herrlich ist. Zu unserer Linken entdecken wir den h�ngenden Gletscher von Queulat und weiter schl�ngeln wir uns die Serpentinen hinauf, herrlich umgeben von den schneebedeckten Spitzen der umliegenden Berge. Auf dem Pass haben wir einen hervorragenden Ausblick auf das breite Tal, welches noch vor uns liegt. Es sieht aus, als w�re ein Wald in der Sumpf- und Seenlandschaft verschwunden. Kaum zu z�hlende Wasserf�lle ergie�en sich in die vielen Fl�sse die unseren Weg auf der Carretera Austral st�ndig begleiten. Selten kommt uns ein Fahrzeug entgegen, so dass wir die Sch�nheit der Landschaft uneingeschr�nkt genie�en k�nnen.
Die Piste fordert ihren Tribut und so bleibt Ralf mit einem Plattfu� irgendwo im "Nichts" liegen. Wir sind schon im Reifenflicken ge�bt und so kann es nach einer halben Stunde weitergehen. Die Chilenen sind dabei diese Strecke auszubauen, zum Teil ist sie so grob geschottert, dass ich den Lenker ganz fest in die Hand nehme, um meine Spur zu ziehen. Von weitem sehe ich �berall bunte Flecken in der Landschaft und beim N�herkommen entdecken wir riesige Fl�chen mit blauen, wei�en und pinken Lupinen. Ich muss ein Foto nach dem anderen schie�en. Bis nach Coyhaique begleiten uns nun diese sch�nen Kerzenblumen.
Doch Ralf hat andere Probleme, denn seine T�n�r� will nicht so richtig und so spuckt und stottert sie vor sich hin. Mit jedem Kilometer wird es schwieriger und aus dem Auspuff knallt und feuert es f�rchterlich. Mit viel Gef�hl in der Gashand steuert er sein Gef�hrt bis in den n�chsten Ort, wo wir eine nette Hospedaje finden. Im Garten, zwischen den Kirschb�umen inspiziert Ralf das Motorrad dann etwas genauer und glaubt den Fehler gefunden zu haben. Daf�r hat er sich wahrlich die leckeren Kirschen aus dem Garten verdient.

Tres Lagos, Argentinien - 04. Dezember 1999

Dank der handgezeichneten Karte unseres japanischen Freundes Keiji haben wir keinerlei Schwierigkeiten mit der Orientierung auf dem gr��ten und h�chstgelegenen (3.660 m �.N.) Salzsee der Welt, der 3/4 des Jahres unter Wasser steht. Am Abend zuvor haben wir noch zwei Benzinkanister und 20 Br�tchen als eiserne Reserve gekauft, falls es auf der ca. 600 Kilometer langen Strecke, nach San Pedro de Atacama in Chile, keine Versorgungsm�glichkeiten geben sollte. Das Fahren auf dem ber�hmt-ber�chtigten Salzsee ist nach all den Schlagloch- und Wellblechpisten eine wahre Wohltat. Wir k�nnen 100Km/h �ber den v�llig trockenen Salzsee gleiten und glauben zu fliegen. Erinnerungen an deutsche Autobahnen werden wach, w�re da nicht das st�ndige Knirschen unter den R�dern. Auch die bizarren Felsformationen am Horizont lassen uns ins Schw�rmen geraten.
Pl�tzlich taucht vor unseren Augen ein komplett aus Salz gebautes Hotel auf, welches wir nat�rlich n�her inspizieren. Wirklich toll und einmalig ist dieser Bau gestaltet und wirklich alles ist vom Besitzer aus Salz erschaffen worden. Allerdings einige Preisklassen zu hoch f�r unseren Geldbeutel, au�erdem haben wir noch gen�gend Zeit bis zum Sonnenuntergang, also folgen wir den Beschreibungen Hirotos und gelangen auf die, mitten im Salzsee gelegene, Insel Incawashi. Diese Insel bietet sogar einen Campingplatz und simple Versorgungsm�glichkeiten, da sie von allen Jeeptouren angefahren wird. Wir entschlie�en uns die Isla Pescadero anzusteuern um dort einen geeigneten Schlafplatz zu finden. Dort sind wir f�r uns alleine und genie�en die wahnsinnige und schon unheimliche Stille. Schnell haben wir am "Strand" einen Lagerplatz ausfindig gemacht, bauen unser Zelt auf und bereiten uns auf die kalte Nacht vor. Bevor es dunkel wird erkunden wir die Insel und klettern die schroffen Felsen hinauf. Von hier oben wirkt der Salar de Uyuni wie eine wei�e Wolkendecke und die Inseln wie Bergspitzen, die aus dieser Decke hervorschauen. Ralf l�uft zu den Motorr�dern und ich warte auf dem Felsvorsprung um Fotos zu schie�en, w�hrend Ralf auf seiner T�n�r� dem Sonnenuntergang entgegen fliegt. Welch ein Anblick, so surrealistisch und doch wahr zugleich. Ralf erz�hlte mir sp�ter, dass er sich noch nie so frei, wie in diesem Moment gef�hlt habe!
Schnell wird es nun dunkel und so schmei�en wir durchfroren das Lagerfeuer mit Kakteenholz an, bereiten unser Abendessen zu und w�rmen uns an den lodernden Flammen. Bevor wir uns in die warmen Schlafs�cke verkriechen, betrachten und bewundern wir den faszinierenden Sternenhimmel, der sich nicht nur �ber unseren K�pfen, sondern von Horizont bis Horizont ausbreitet.


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