Vor vielen Jahrhunderten wurde das bulgarische Land von Thrakern bewohnt. Jahrtausende spaeter enthuellt die altertuemliche und mysterioese
thrakische Kultur ihre echte Pracht. In den letzten Jahrzehnten wurden bedeutende Sammlungen von thrakischen Schaetzen im heutigen Bulgarien
entdeckt. Diese Sammlungen vermitteln uns viele Kenntnisse ueber die antiken Thraker. Der Schatz von Panagjurischte
In
der Naehe von Panagjurischte im Sredna-Gora-Gebirge, waehrend eine Gruppe von Arbeitern Ziegellehm
abbaute, entdeckte sie einen offensichtlich
bedeutsamen Schatz. Der Schatz wurde voellig ausgegraben. Er besteht aus einer Scheibe und 8 Tongefaessen, von
denen eines die Form einer Amphore hat und die anderen die Form von
Frauenkoepfen oder Tierkoepfen. Dieser Schatz datiert vom Ende des 4. und Beginn des 3. Jahrhunderts vor Christi. Der Schatz ist eine Sensation, nicht nur dank seines Gewichts - ueber 6
kg, sondern auch dank der Originalitaet der Formen.
Der Schatz von Rogozen
Der Schatz von Rogozen
wird die Entdeckung des Jahrhunderts genannt. Er wurde auch zufaellig entdeckt. In diesem Fall war der Entdecker ein Traktorist, der einen Graben in seinem Garten
aushob. Er entdeckte eine
Sammlung von 65 silbernen Gefaessen. Am 06.01.1986 wurden im zweiten Graben in der Naehe des
ersten noch 100 Gefaesse von den Archaeologen des heimischen Museums entdeckt. Der Schatz besteht aus 108 Scheiben, 54 Kannen und 3 Pokalen. Alle Gegenstaende sind aus Silber und einige haben
einen Goldueberzug. Ihr Gesamtgewicht ist 20 kg. Die Ornamentik ist fuer jeden Gegenstand verschieden und
als Relief ausgefertigt. Diese
Vielfalt von Motiven und dekorativen Elementen macht den Schatz von Rogozen
zu einer unschaetzbaren Informationsquelle fuer das 5. und 4. Jahrhundert vor Christi. Einige von diesen Gefaessen
wurden vielleicht im Ausland angefertigt, aber die meisten sind aus Thrakien.

Der Schatz von Valtschitran
Nicht viel ist ueber das Trojan-Kloster aus dem
15. Jahrhundert bekannt, aber zweifellos hatte auch dieses Kloster eine bewegte Geschichte. Im 19. Jahrhundert hat die Moenchsbruderschaft das Kloster restauriert, eine schoene Kirche,
geraeumige Wohnfluegel und einen Glockenturm hinzugebaut. Das DRJANOVO-KLOSTER des Heiligen Erzengels Michail war im 12. Jahrhundert gegruendet worden, wurde waehrend der Osmanenherrschaft mehrmals zerstoert, jedoch stets wieder aufgebaut. Auf seinem heutigen Platz steht das
Kloster seit 150 Jahren. Zu ihm gehoert ein Beinhaus zum Gedenken an gefallene Aufstaendische von 1876. Das Kloster hat auch ein interessantes historisches und archaeologisches Museum, unter
anderem mit Funden aus der Jungsteinzeit, die in einer nahegelegenen Hoehle ausgegraben wurden.
Das SOKOLOVSKI-KLOSTER ist in Bulgariens zeitlichem Werden eines der juengsten
Kloester, weil es erst im Jahre 1833 - dank Spenden der nahegelegenen Ansiedlungen Etara und Nova Machala - gegruendet wurde. Der Gaesteraum hat ein beeindruckendes Eingangstor
aus dem Jahre 1836, und der ausgebrannte oestliche Fluegel wurde 1981 restauriert.

Die Nekropole von VarnaDie Nekropole von Varna ist eine sensationelle Entdeckung. Sie wurde von
Experten als das aelteste Gold der Welt und eine Spur der aeltesten
Zivilisation in Europa klassifiziert.
Sie befindet sich ungefaehr 500 m noerdlich des Varna-Sees und 4 km
westlich vom Zentrum der Stadt Varna. In 294 Grabstaetten wurden mehr
als 3 000 Goldgegenstaende, die ueber 6 000 Jahre alt sind, gefunden. Im Saal Nr.
6 des historischen Museums in Varna ist das ganze Inventar der wichtigsten Grabstaetten
ausgestellt. Zu beiden Seiten des Eingangs sind
die Graeber mit Masken der Gesichter ausgestellt. Sie sind
oertlich gestaltet und mit Goldplatten bedeckt. Eine reiche Vielfalt von
Grabbeigaben, die mit dem Toten begraben wurden, wird sehr gut in den
zwei Symbolgraebern Nr. 4 und Nr. 36 gezeigt. Im Grab Nr. 4 wurden zwei
einzigartige
Gefaesse entdeckt. Auf ihnen ist die fuer diese Zeit typische Dekoration
von streng stilisierten geometrischen Symbolen mit Goldfarbe ausgemalt.
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